R.E.C.I.E.S. erreicht einen entscheidenden Meilenstein in der grenzüberschreitenden industriellen Zusammenarbeit

Luxemburg (Technoport SA), 31. März 2026 – Die Partner von R.E.C.I.E.S. haben dem Begleitausschuss (COMAC) von Interreg Großregion, dem Kofinanzierer des Projekts, die Fortschritte des Programms vorgestellt. Dieses strategische Treffen hat gezeigt, dass das Europäische Netzwerk für industrielle, ökologische und soziale Zusammenarbeit und sein EuroAccelerator heute ein funktionsfähiges und unverzichtbares Instrument zur Begleitung des industriellen Wandels in der Großregion darstellen.

1. Hintergrund und Zielsetzung des Projekts

Ein gemeinsamer Aktionsrahmen für eine kooperativere und widerstandsfähigere Industrie

In einer Zeit, die von wirtschaftlichen, energiepolitischen, ökologischen und sozialen Unsicherheiten geprägt ist, stellt das Projekt R.E.C.I.E.S. eine wegweisende Antwort auf die aktuellen Herausforderungen der europäischen Industrie dar. Das von Interreg Großregion kofinanzierte Projekt zielt darauf ab, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus Industrie, Institutionen und Regionen zu stärken.

Als federführender Partner des Programms erinnerte das C2IME – unter der Leitung von Valérie DEBORD, Präsidentin des C2IME und erste Präsidentin der Region Grand Est – bei der Eröffnung des COMAC an das ursprüngliche Ziel des Projekts: „Unser Ziel ist es, eine kollektive Fähigkeit zur Antizipation, Beschleunigung und Transformation im Dienste einer kooperativeren, nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Reindustrialisierung aufzubauen.“

Das Ziel ist ein doppeltes. Es geht darum:

  • Die industriellen Ökosysteme zu entgrenzen, indem grenzüberschreitende Kooperationen erleichtert werden.
  • Unternehmen bei ihren technologischen, ökologischen und organisatorischen Transformationen zu begleiten, wobei auf Netzwerkdenken und kollektive Intelligenz gesetzt wird.

Dieser zweite Bericht, der sich auf den Zeitraum 2024–2025 bezieht, hat deutliche Fortschritte bei der Strukturierung von R.E.C.I.E.S. aufgezeigt, verbunden mit der schrittweisen Einrichtung eines operativen Systems. Diese Dynamik bestätigt, dass das Netzwerk für grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein politisches Ziel in Instrumente, Governance, Methoden und erste sichtbare Ergebnisse umgesetzt hat.

Die Partnerschaft wurde auf organisatorischer Ebene durch die Einbindung von Saaris (Saarland) und Technoport (Luxemburg) gestärkt. Mit einem erweiterten Netzwerk verbessert R.E.C.I.E.S. seine Fähigkeit, lokale Akteure zusammenzubringen und zu mobilisieren, und etabliert sich als gemeinsames Referenzinstrument für die industrielle Entwicklung auf Ebene der Großregion.

Finanzpartner

Interreg Großregion
EURES Großregion
Region Grand Est
C2IME
AKT CCILB
LIST
Saaris
Saarland
Technoport
UIMM Lorraine
Wallonien

Methodische Partner

CCI Moselle Métropole Metz
East Side Fab.
Hochschule Trier
Idelux
Rheinland Pfalz
Ostbelgien

2. Gesamtschritt und Reifegrad des Systems

Vom gemeinsamen Ziel zu einem strukturierten und funktionsfähigen System

Die im Zeitraum 2024–2025 durchgeführten Arbeiten konzentrierten sich auf:

1. die Konsolidierung des Netzwerks,
2. die operative Umsetzung der „EuroAccelerator“,
3. die Einführung von Instrumenten zur Überwachung, zur kontinuierlichen Verbesserung und zur Sicherung der Nachhaltigkeit.

Arbeitsmodul 1
Das Modul ermöglichte es, einen gemeinsamen Rahmen (Ziele, Schwerpunktbereiche, Förderkriterien) zu definieren und die Akteure zu mobilisieren, um die Entstehung nachhaltiger Kooperationen zu fördern.

Nach dem Testen und der Konsolidierung der Interventionsmethoden dehnte sich das Netzwerk rasch auf alle Seiten der Großregion aus.

Arbeitsmodul 2
Nachdem der gemeinsame Rahmen nun festgelegt ist, setzt dieses Modul die partnerschaftlichen Ziele in konkrete Maßnahmen im Dienste industrieller Projekte um.

In dieser Phase wurde ein operatives System aufgebaut (Moderation und Koordination des Netzwerks, Governance, Euro-Kommissionen) und ein harmonisiertes und transparentes Bewertungsverfahren (Bewertungsraster) eingeführt. Zudem wurden Formate zur Begleitung und Steuerung von Unternehmen (EuroAccelerator, EuroGruppen) eingeführt und rechtliche, administrative und steuerliche Hindernisse beseitigt, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu erleichtern.

Die strategische Bedeutung dieses Moduls ist enorm: Es bildet das operative Herzstück des Projekts, indem es die Zusammenarbeit in konkrete Unterstützung für die Unternehmen umsetzt.

Arbeitsmodul 3
Da das System nun voll funktionsfähig ist, dient dieses dritte Modul der Bewertung und kontinuierlichen Verbesserung.

Es wurden mehrere grundlegende Maßnahmen eingeleitet, um die Umsetzung, die Ergebnisse und die Auswirkungen der Aktionen zu verfolgen und anschließend den geschaffenen wirtschaftlichen, sozialen und genossenschaftlichen Mehrwert zu messen. Die Einrichtung der kollaborativen Plattform OpenProject stärkt in dieser Hinsicht die Nachverfolgbarkeit, die Koordination und die Steuerung des Projekts im Sinne einer transparenteren gemeinsamen Governance.

Gleichzeitig wird bereits die Zeit nach dem Projekt vorbereitet: In den Jahren 2027–2028 wird Interreg GR AGIRE die Aufgabe haben, Hindernisse zu identifizieren und das Instrumentarium in größerem Maßstab einzusetzen, während gleichzeitig eine hochrangige Task Force gebildet wird. Langfristig besteht das Ziel darin, eine Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV) zu gründen, ein rechtliches und operatives Instrument zur nachhaltigen Unterstützung der industriellen, ökologischen und sozialen Zusammenarbeit in der Großregion.

COMAC, RECIES, Interreg Grande Région

3. Bestätigter Aufschwung und Aussichten für 2026

Konkrete Ergebnisse und klar definierte Prioritäten

Die auf der COMAC vorgestellte Bilanz zeugt von einer deutlichen Dynamik des Projekts. Bis heute hat R.E.C.I.E.S. 36 Unternehmen begleitet und 104 Euro-Gruppen gebildet. Das Portfolio umfasst einen kumulierten Umsatz von über einer Milliarde Euro sowie mehrere Tausend Arbeitsplätze in der Industrie. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Fähigkeit des von Interreg Großregion unterstützten Netzwerks für industrielle Zusammenarbeit, an immer strukturierenderen Projekten mitzuwirken.

Die Prioritäten für das Jahr 2026 sind klar definiert. Sie umfassen:

  • die weitere Einführung der OpenProject-Plattform,
  • die Fertigstellung der strukturierenden Ergebnisse,
  • die Verstärkung der Kommunikationsmaßnahmen,
  • die Intensivierung der Valorisierung der begleiteten Unternehmen.

Darüber hinaus sind folgende Schlüsselmaßnahmen vorgesehen:

  • Die Organisation des 2. Treffens zur industriellen Zusammenarbeit in Wallonien (12. Juni 2026),
  • Die Einführung von Instrumenten zur besseren Messung der konkreten Auswirkungen der Unternehmensförderung.

All diese Arbeiten fügen sich in einen größeren Rahmen ein, nämlich das ab 2027 geplante Projekt AGIRE. R.E.C.I.E.S. erscheint somit als eine grundlegende Phase, die darauf abzielt, die Instrumente, Methoden und Partnerschaften zu strukturieren, die eine noch ehrgeizigere grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglichen werden.

RECIES INTERREG GROSS REGION

4. Institutionelle Anerkennung und grundlegende Empfehlungen

Der Kurs des R.E.C.I.E.S. durch den COMAC bestätigt

Im Austausch zwischen den COMAC-Mitgliedern wurde die Qualität der von der Partnerschaft geleisteten Arbeit hervorgehoben. Kristine Gekeler begrüßte den Ausbau des Programms zwischen 2024 und 2026. Sie hob den stabilen Zustrom an Projekten, die Intensivierung der Betreuung und die Aufwertung des Portfolios hervor. Die COMAC hat grundlegende Empfehlungen ausgesprochen, die die von R.E.C.I.E.S. für das laufende Jahr geplanten Maßnahmen bestätigen.

5. Eine konkrete Antwort auf die industriellen Herausforderungen Europas

Am Ende dieses Treffens drängt sich eine Erkenntnis auf: R.E.C.I.E.S. ist heute ein operatives Instrument im Dienste des industriellen Wandels in der Großregion. Die Fähigkeit zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist in dieser Zeit, die von geopolitischen Spannungen, Energiewenden und technologischen Umbrüchen geprägt ist, zu einem wichtigen strategischen Hebel geworden.

In diesem Sinne trägt das Netzwerk für industrielle, ökologische und soziale Zusammenarbeit in der Großregion dazu bei, die industrielle Souveränität Europas zu stärken. Es ist ein gemeinsamer Handlungsrahmen im Dienste einer stärker integrierten, innovativeren und widerstandsfähigeren europäischen Industrie.

Alle Partner von R.E.C.I.E.S. danken Interreg Großregion, die durch ihre finanzielle Unterstützung und Begleitung die Verwirklichung dieses Großprojekts ermöglicht hat.

RECIES, coopération industrielle transfrontalière